Home > Berichte >  zum Wesenstest 04.10.2014 mit Klaus Karrenberg

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Hier der Bericht über den Wesenstest am 4.10.14 in Ermhof aus der Sicht der Labradorhündin Catch me of you can Frida.

In die Menschensprache übersetzt von Franz Pecher.


Liebe Mama, Tanten und Daphne, liebe Brüder,

am 04.10.2014 war also der große Wesenstest, den wahrscheinlich Sabine und Klaus irgendwann erfunden haben.

Bereits mehrere Tage vorher hat sich die Nervosität bei meinem Frauchen kontinuierlich bis zur Unerträglichkeit gesteigert.

Ich musste sogar meine erzieherischen Lektionen unterbrechen. Um 06:30 Uhr des großen Tages haben wir unser Zuhause verlassen, da der Test ja bereits um 09:00 Uhr begonnen hat.

Es hätte ja zur Staubildung auf der Autobahn Schwandorf - Sulzbach/Rosenberg oder zu terroristischen Anschlägen kommen können, was selbstverständlich zur entsprechenden Zeiteinplanung führte.

Auf der Fahrt herrschte eisige Stimmung und es wurden mehrmalig Dokumente (Ahnentafel etc.) kontrolliert, was bei mir den Eindruck erweckt hat, dass Frauchen nunmehr neben dem Verlust der Muttersprache auch unter völligem Gedächtnisverlust leidet. Am Ort des Geschehens angekommen, musste ich zu meiner großen Enttäuschung erstmal in meiner Hundebox bleiben.

Nach und nach trafen weitere Fahrzeuge ein, in welchen ich zu meiner größten Freude meine Brüder entdeckt habe. Deren Besitzer schienen aber ähnlich wie Frauchen ebenfalls völlig durch den Wind zu sein.

Nach stundenlangem Warten kam ich endlich an die Reihe.

Zuerst durfte ich auf einer Wiese laufen, die an allen Ecken nach Rüdenpissior gerochen hat.

War ich vielleicht doch auf dem Oktoberfest?

Frauchen ging ziellos kreuz und quer über die Wiese, was bei mir den Verdacht des Gedächtnisverlustes bei ihr bestätigt hat.

Die anwesenden Menschen haben dann begonnen, auf der Wiese herum zu trampeln - völlig gaga, um dann eine Gasse zu bilden, in die Frauchen und ich hineingegangen sind. Geblendet von meiner unbeschreiblichen Schönheit haben die Personen dann einen Kreis um mich gebildet, um mich genauer betrachten zu können. Frauchen hat mich dann in die Seitenlage verfrachtet und mich am Bauch gekrault.

Plötzlich kommt ein fremder Mann, welcher ebenfalls glaubt, mich am Bauch kraulen zu können. Ist wohl davon ausgegangen, jeder dürfte mich anfassen. Aber nix da. Hoffentlich hat der sich vorher - in Zeiten von Ebola - die Hände gewaschen.

Dann waren da noch mehrere, zum Oktoberfest nicht zugelassene Schausteller, welche mit Flatterbändern, Rasseln und Pappkartons nahezu mitleidige Aktionen gestartet haben.

Ein rothaariger Kerl hat sodann mit einem Revolver dreimal geballert - ein Freund. Sein Ziel, die gerade genannten Schausteller, hat er jedoch verfehlt. Aber er hat´s wenigstens versucht.

Nach ca. 10 Minuten Bla-Bla von dem Kerl, der versucht hat, mich zu kraulen, konnte ich plötzlich wieder das gewohnte Strahlen im Gesicht meines Frauchens entdecken.

Danke fremder Mann.

Und plötzlich war die Nervosität und die gesamte Anspannung bei den Menschen verflogen und ich durfte endlich meine Mama und meine Brüder begrüßen. Die Freude war riesig.

Ich habe auch bemerkt, dass Klaus etliche Felsbrocken vom Herzen gefallen sind - der war richtig stolz auf uns.

Aber lieber Klaus, könntest Du nicht mal einen Test erfinden, wo wir unsere tatsächliche Fähigkeit zeigen könnten: MENSCHEN ERZIEHEN!!

Hier einige Anregungen zu Teststationen:

Wie viele Sekunden werden benötigt, um den Besitzer auf die Palme zu bringen?
Wie lange dauert die Nachsuche nach versteckten Hunden?
Wie groß ist die unbewusste Unterordnungsbereitschaft der Besitzer?
Wie groß ist die Bereitschaft, Futter zuzutragen?
und vor allem: Wie groß ist die Bereitschaft, Futter bis zur totalen Sättigung zur Verfügung zu stellen?

Schlussendlich darf ich mich jedoch bei Euch, liebe Sabine und lieber Klaus bedanken, dass Ihr mir Frauchen anvertraut habt.

Viele liebe Grüße und die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen

Eure Frida