Home > Berichte >  05. August 2017 Schnuppern im Forst

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Ein wunderbarer Tag - Schnuppern im Forst 05.08.17


Auf dem Weg zum Schnupperworkingtest der BZG Oberpfalz im Raum Sulzbach-Rosenberg hat sie mich dann doch wieder gepackt, die Aufregung, mit allen Fragen von "hoffentlich haben wir an alles gedacht" bis zu "sind mein Labbi und ich gut genug vorbereitet, um uns allen Anforderungen des Tages stellen zu können".

Morgendlicher Treffpunkt war das Suchenlokal Goldener Greif in Edelshausen.

Schon die herzliche Begrüßung der Teilnehmer durch Sonderleiter Dr. Andreas Sellmer, die darauf folgende positiv motivierende Vorstellung des vor uns liegenden Tages durch die Richter Petra und Achim Behringer sowie die ersten kleinen netten Gespräche mit anderen Teilnehmern haben doch schnell meine aufkommende Spannung reduziert und in offene Erwartung gewandelt.

Nach kurzer Fahrt ins Gelände - das Revier wurde dankenswerter Weise, wie in den Jahren zuvor, von den Bayerischen Staatsforsten zur Verfügung gestellt - wurden wir 19 Teilnehmer in 2 Gruppen unterteilt.

Diese wechselten im Tagesverlauf immer als gesamte Gruppe von Aufgabe zu Aufgabe. Und schon ging es bei herrlichstem Wetter in wunderbarer Umgebung an die Arbeit.

Insgesamt waren für jeden Teilnehmer 6 Aufgaben, unterbrochen von einer stärkenden Mittagspause, zu bewältigen.


1) Kleine Suche

Hund sitz frei bei Fuß neben HF, ca. 5 m vom Ansatzpunkt entfernt, nach Freigabe durch Richterin, im Fuß leicht bergauf gehend, gibt ein in ca. 3 m Entfernung mitlaufender Schütze insgesamt 2 Schüsse in Gras und kniehohen Bewuchs vor sich ab.

Nach Erreichen des Ansatzpunktes wird selbständig geschickt, 3 Dummies liegen, 3 werden geholt.


2) Markierung Heidelbeeren/Wiese

H geht frei bei Fuß vom Weg aus durch Wald, Boden mit kniehohen Heidelbeersträuchern bewachsen, ca. 8m leicht bergauf, zu Richter und Ansatzpunkt.

Dort Drehung um 90°, H sitzt oder steht in Heidelbeersträuchern. Unterhalb auf der Wiese fliegt in ca. 20m Entfernung eine Markierung in die Wiese, nach Freigabe wird sofort geschickt.

Fallstelle für H wegen des Heidelbeerbewuchses nicht sichtbar.


3) Markierung und selbst geworfen

Ansatzpunkt lichter Wald, H sitzt frei bei Fuß neben HF, dieser schmeißt Dummy ca. 15 m vor sich, dann Drehung 90° links, Schütze in ca. 20 m Entfernung schießt und legt Dummy auf mehr als kniehohen Baumstumpf, nach Freigabe durch den Richter wird erst das beschossene, anschließend das selbstgeworfene Dummy geholt.


4) Markierung Wasser

HF sitzt auf Hocker neben Richterin an leicht bergab verlaufender Böschung, ca. 3 m von eingewachsenem Tümpel entfernt, niedriger Bewuchs, schwierigere Einstiegssituation.

Nach Schuss fliegt Markierung für den H sichtbar ins Wasser, nach Freigabe durch Richterin wird geschickt. Zur Abgabe darf Hocker verlassen werden.


5) Markierung Wasser

Gleiches Gewässer wie unter 4, es wird von der gegenüberliegenden Seite vom Weg aus geschickt. Von hier ist das Gewässer nicht sichtbar, es liegt hinter mit Sträuchern bewachsenem Hügel ca. 8 m entfernt.

Nach Schuss und landen des Dummies im Wasser, wird nach Freigabe durch die Richterin sofort geschickt. Flugbahn und Fallstelle sind für HF und H nicht sichtbar.

Der Hund ist während der gesamten Arbeit ebenfalls nicht zu sehen.


6) Markierung Wasser/2 Hunde

Zwei Hunde sitzen im Abstand von 3 m frei bei Fuß neben ihren HF. Entfernung zum, von Erde ohne Bewuchs eingefasstem Gewässer, ca. 5m.

Nach Schuss und Landung der Markierung im Wasser, wird Hund 1 selbstständig geschickt.

Hat dieser seine Aufgabe beendet und sitzt frei bei Fuß neben HF, erfolgt ein zweiter Schuss und Hund 2 arbeitet gleiches Programm durch. Schwimmstrecke ca. 10 m, Ein- und Ausstieg eben und einfach.


Fazit

Der gesamte Tag verflog im Nu und war gekennzeichnet durch eine freundschaftliche, harmonische, durchwegs entspannte Atmosphäre. Immer wieder mit Zeit für nette Gespräche, ohne dass sich der Ablauf der Veranstaltung in die Länge gezogen hätte.

Hier gilt es von ganzem Herzen den fleißigen Helfern, Schützen, Werfern und dem Sonderleiter Dr. Andreas Sellmer zu danken.

Ohne ein solches Team wäre ein Tag wie dieser nicht organisierbar.

Ebenso großer Dank gilt Petra und Achim Behringer, die uns mit ihren interessanten und fairen Aufgaben gefordert, gleichzeitig mit motivierend, konstruktiven Ratschlägen zur Seite gestanden und gefördert haben.

Immer bereit, aufkommende Fragen geduldig zu beantworten und die vorgestellte Arbeit nachvollziehbar zu beurteilen.

Ohne die köstliche, auch dringend notwendige Verpflegung während der Mittagspause, wäre der zunehmend heißer werdende Tag wohl kaum zu überstehen gewesen.

Hier ein dickes Dankeschön an Winfried Sauerländer, der, unterstützt von Dr. Christa Berberich, mittags im Gelände für uns grillte.

Es gab Kaffee und Kuchen, der rettende Gipfel war eindeutig auch die Bereitstellung gekühlter Getränke!

Dank auch an alle Teilnehmer und Mitstreiter, der freundliche Umgang, besonders das gegenseitige Daumendrücken, haben den Tag wirklich abgerundet.

Ausklang fand dieser dann wieder im Suchenlokal. Hier wurden die Urkunden verteilt und unter Applaus entgegengenommen.

Für 8 Teilnehmer wurde ein "erfolgreich teilgenommen", für 11Teilnehmer ein "teilgenommen" vergeben.

Zu meiner absoluten Überraschung wurden Jànos und ich judges choice, weil wir ein so harmonisches Team waren und er so gut auf mich geachtet hat.

Das hat mich ehrlich sehr gefreut.

Ich hoffe, den einen oder anderen Teilnehmer gelegentlich auf anderen Veranstaltungen wieder zu treffen und wünsche allen Menschen und Hunden weiter eine gute Zeit zusammen.

Ulrike Bromeis-Brunn mit Beaverlodges' s Jànos



Links: Sonderleiterin Agnes Löhner und Richterin Petra Behringer. Rechts: Teilnehmer der Dummy A Prüfung. Fotos: Ute Nagl